Entdeckungen in den Barmer Anlagen

Es ist Feiertag, das Wetter ist schön und die Natur erstrahlt in bunten Farben. Was kann es also Schöneres geben, als rauszugehen? Auf dem Programm stehen die Barmer Anlagen. Doch statt vieler anderer Spaziergänger gibt es überraschend viel zu entdecken.
An erster Stelle steht der Ehrenfriedhof für Gefallene des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Von der Straße aus kann man nur ein steinernes Treppenportal sehen, das anscheinend ins Leere läuft. Links findet sich jedoch ein Eingangstor, das tatsächlich geöffnet ist.
Dahinter finden sich nicht nur schlichte Grabstätten, die zum Teil sehr schön in die Natur eingebunden sind, sondern auch eine Art Säulenwald mit Löwenskulptur sowie ein weitläufiges Gelände, das sich fast bis zum Toelleturm erstreckt und bis zu diesem Aussichtsturm immer wieder den Blick auf kleine Idyllen bietet.

Ein Blick in Wikipedia zeigt den Hintergrund: Laut Internet-Lexikon liegen auf dem Barmer Ehrenfriedhof über 1.200 deutsche und ausländische Soldaten. Er wurde während des Ersten Weltkrieges von Hans Fischer gestaltet, in der Zeit des Nationalsozialismus‘ zerstört und 1946 wieder aufgebaut.
Die Skulptur hat der Bildhauer Paul Wynand geschaffen, der 1879 in Elberfeld geboren wurde. Er war unter anderem Dozent an der Kunstgewerbeschule seiner Heimatstadt. Auch der Brunnen am Toelleturm stammt von ihm, ebenso wie eine Goethe-Büste in der Bundeszentralbank in Frankfurt am Main.

Und auch der Toelleturm zeigt sich an diesem goldenen Herbsttag von seiner schönsten Seite. Die Türmer des Barmer Verschönerungsvereins haben den Turm geöffnet, sodass man gegen eine kleine Spende die gut 26 Meter Stufe für Stufe erklimmen kann. Auf der Aussichtsplattform ist man dann insgesamt in einer Höhe von 330 Metern – und kann einen entsprechenden Blick über Wuppertal und Umgebung genießen.
Der Turm wurde vom Unterbarmer Textilfabrikanten Ludwig Ernst Toelle für den Barmer Verschönerungsvereins gestiftet, in dessen Besitz er heute noch ist. Offiziell geöffnet ist der Turm an Sonn- und Feiertagen eigentlich nur bis Oktober – und dann wieder bei schönem Wetter im Frühjahr. Aber wer weiß, wie viele schöne Sonn(en)tage uns dieser Herbst noch bringt.


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