Die Museumsnacht – ein Selbstversuch

Es ist nicht die erste Museumsnacht und auch nicht die erste, die ich besucht habe. Und so lockte Mitte Juni 2011 wieder ein gut aufgemachtes Programm-Faltblatt mit elf Anlaufstellen, die man zwischen 18 und 24 Uhr besuchen konnte.

Zu Zehnt wollten wir die Kunst für uns entdecken und machten den Anfang in der Barmer Kunsthalle. Die neueste der neuen Kunst ist dort laut Museumsdirektor Gerhard Finckh zu sehen. In der Realität bedeutet das, dass man einiges begeistert aufnimmt, wie die Reminiszenz an das Leben auf der Straße, wo die Street Art, die Straßenkunst ja auch entstanden ist. Anderes bleibt ohne Erklärung erst einmal diffus. Aber das macht nichts, denn wir wollen ja noch weiter.
Zu Fuß geht es weiter zum Historischen Zentrum am anderen Ende der Barmer Innenstadt. Die ständige Ausstellung haben wie in fast gleicher Besetzung schon im Jahr zuvor angesehen. Und so lockte und erfreute vor allem die ältere Generation die Ausstellung historischer Bier-Reklametafeln. Zu viel Zeit blieb nicht, denn der angekündigte Shuttlebus nach Elberfeld sollte nur einmal pro Stunde fahren.

Nach einer Stärkung ging es weiter zur Begegnungsstätte Alte Synagoge, die extrem gut besucht war. Das neue Jüdische Museum in der Begegnungsstätte war naturgemäß das erste Mal bei der Museumsnacht dabei und dürfte dies als vollen Erfolg verbucht haben. Die liebevoll aufgestellten Tische und Kerzenlichter im Garten blieben zwar im Regen eher unbeachtet, der selbst gemachte Kuchen erfreute die Besucher aber auch so.

Aber wir wollten noch weiter: Vier geöffnete Galerien lockten zum Kolkmannhaus, inklusive eines Konzerts im Innenhof, das allerdings ebenfalls dem Regen zum Opfer fiel. Weil es schon deutlich Richtung Mitternacht zuging, war der Elan der Galeristen und Protagonisten nicht mehr allzu groß. Aber das machte nichts, denn nach insgesamt sechs Stationen breitete sich auch bei uns die Müdigkeit aus.
Fazit: Für gerade einmal fünf Euro inklusive Shattle-Service ist das ein geniales Angebot. Wer es nicht genutzt hat, ist selbst schuld. Denn alleine ein Blick in das Von der Heydt-Museum ist dafür ansonsten nicht zu haben. Und wir haben im Schnelldurchlauf jeder für sich entdeckt, wohin wir demnächst und mit etwa sehr Muße noch einmal hingehen wollen. Und das dürfte sich dann auch für die Museen lohnen.

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