Trepp auf, Trepp ab

Es nieselt und es ist schon dunkel – kein guter Start, um an einem Donnerstag-Abend an einem Lauf teilzunehmen. Oder doch? Als der „Urban Run by Bunert“ um 18.30 Uhr im Wuppertaler Luisenviertel startet, setzten sich über 30 Läuferinnen und Läufer, zum Teil mit Stirnlampen und Leuchtwesten ausgerüstet, in Bewegung.

Eingeladen wurde über Facebook, mit dem Zusatz, dass man Laufschuhe eines bestimmten Herstellers testen konnte. Wer wollte, konnte sich ein Paar aussuchen, und gleich bei dem Lauf testen. Das nahmen viele wahr, ganz unverbindlich und kostenlos.

Ganz entspannt ging es los: Rein in die Stadt und gleich die erste Treppe rauf, die nächste wieder runter, über eine Brücke und rauf zur Stadthalle. Der Weg führte weiter über die Südstadt zur nächsten Brücke und die Treppe zum Bahngleis runter, vorbei an erstaunten Reisenden.

Weiter ging es auf Umwegen in die Nordstadt und rauf zum Platz der Republik. Das war nichts für Anfänger, aber Wuppertaler kennen ja ihre Berge, die mitunter auch recht lang sein können.

Und Wuppertaler kennen ihre Treppen: Noch kurz vor tierischen Tretminen gewarnt, ging es wieder nach unten – über Treppen und schmale Gassen bis zur vom Künstler Horst Gläsker unter dem Titel „Scala“ gestalteten Holsteiner Treppe.

So lernt man seine Stadt noch einmal ganz anders kennen, sieht vielleicht auch die eine oder andere Ecke, die man nicht kannte.

Mal rechts mal links ging es weiter, quer durchs Einkaufszentrum; die Café-Besucher freute es. Die letzte Treppe führte raus aus dem Konsumtempel, wieder rein in die Stadt.

Nach etwa 40 Minuten und knappen sechs Kilometern ging es zurück zum Laden, um bei einem alkoholfreien Bier seine eigenen Schuhe zu suchen. Das soll nicht das letzte Mal gewesen sein, heißt es den Veranstaltern. Gut so, ich bin dabei…

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